Komponentenbibliothek
In der Komponentenbibliothek definieren Sie wiederverwendbare Parameter für verschiedene elektrische Komponenten.
Mit diesen Modellen lassen sich elektrische Komponenten im Netz über Netzverstärkungen oder direkt im Netz-Editor aktualisieren.
Ist die Zuordnung aus der Komponentenbibliothek in der Datenintegration eingerichtet, werden die elektrischen Parameter bei den Netzdaten-Updates automatisch auf die Komponenten angewendet.
INFO
Alle Projekte eines Teams teilen dieselbe Komponentenbibliothek.
Leitungen
Standardmässig steht eine Bibliothek mit LEONI-Kabeln und ihren elektrischen Parametern zur Verfügung.
Eine neue Zeile fügen Sie der Standardbibliothek mit hinzu.
Um eine oder mehrere Zeilen zu löschen, wählen Sie sie aus und klicken auf .
Mit * markierte Spalten sind Pflichtfelder.
Eine hochgeladene CSV-Datei wird an die bestehende Bibliothek angehängt. Die Datei muss UTF-8-kodiert sein und folgendem Format entsprechen: lines.csv.

Mit laden Sie die gesamte Bibliothek herunter.
TIP
Über die Spalte Name werden die Parameter aus der Bibliothek automatisch den Leitungen zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryComponentName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Transformatoren
Standardmässig steht eine Bibliothek mit Transformatoren folgender Hersteller zur Verfügung:
- Rauscher & Stoecklin
- Siemens
- Merlin Gerin
- ABB
- Schneider Electric
Eine neue Zeile fügen Sie der Standardbibliothek mit hinzu.
Um eine oder mehrere Zeilen zu löschen, wählen Sie sie aus und klicken auf .
Mit * markierte Spalten sind Pflichtfelder.
Eine hochgeladene CSV-Datei wird an die bestehende Bibliothek angehängt. Die Datei muss UTF-8-kodiert sein und folgendem Format entsprechen: transformers.csv.

Mit laden Sie die gesamte Bibliothek herunter.
TIP
Über die Spalte Name werden die Parameter aus der Bibliothek automatisch den Transformatoren zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryComponentName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Sicherungen
Standardmässig steht eine Auswahl an Sicherungskennlinien zur Verfügung.
Eine neue Zeile fügen Sie der Standardbibliothek mit hinzu.
Um eine oder mehrere Zeilen zu löschen, wählen Sie sie aus und klicken auf .
Mit * markierte Spalten sind Pflichtfelder.
Eine hochgeladene CSV-Datei wird an die bestehende Bibliothek angehängt. Die Datei muss UTF-8-kodiert sein und folgendem Format entsprechen: fuses.csv.
Kennlinie
Mit in der Spalte Characteristic curve bearbeiten Sie die Kennlinie der gewählten Sicherung.
Jede Sicherung braucht eine minimale und eine maximale Abschaltzeit-Kennlinie. Ist nur ein Datensatz vorhanden, fügen Sie einfach dieselben Daten in beide Spalten ein. Nach dem Erfassen einiger Stützpunkte zeigt die resultierende Kennlinie im Diagramm. Die Kennlinie entsteht durch natürliche kubische Spline-Interpolation der Stützpunkte, wie in [1] beschrieben. Weicht die dargestellte Kennlinie von der Vorlage ab, fügen Sie weitere Stützpunkte hinzu.

Mit laden Sie die gesamte Bibliothek herunter.
INFO
- Aus der Kennlinie einer Sicherung wird in der Schutzberechnung die Abschaltzeit bei Fehlern bestimmt.
- Aus dem Bemessungsstrom [A] wird in der Lastflussberechnung die Auslastung der Sicherung bestimmt.
TIP
Über die Spalte Name werden die Parameter aus der Bibliothek automatisch den Sicherungen zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryFuseName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Zuverlässigkeit
Ein Zuverlässigkeitsmodell beschreibt die Zuverlässigkeit eines bestimmten Netzelements. Es wird in der Zuverlässigkeitsberechnung verwendet. Für verschiedene Ausfallursachen lassen sich folgende Eigenschaften festlegen:
- H: Anzahl Ausfälle pro Jahr
- T: Ausfalldauer pro Ausfall
Ein Zuverlässigkeitsmodell lässt sich Elementen im Netzmodell zuweisen. Für Elemente ohne Modell kann in den Optionen der Zuverlässigkeitsberechnung ein Standard gesetzt werden.
Für Leitungen und Transformatoren gibt es vordefinierte Modelle auf Basis der VDE-FNN-Störungsstatistik 2011.

TIP
Über Reliability Model Name werden die Parameter aus der Bibliothek automatisch den Netzelementen zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryReliabilityName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Wirkleistung
Hier definieren Sie den Wirkleistungsregler für Speicher (z.B. Batterien). Zwei Reglertypen stehen zur Verfügung:
- Spannungsregler: spannungsabhängige Leistungsabgabe
- Überlastvermeidung: auslastungsabhängige Leistungsabgabe
Für
Für
Ausserdem muss der mittlere Ladezustand

INFO
- Der Spannungsregler senkt hohe bzw. hebt tiefe Spannungen im Netz, indem er die Batterie abhängig von der gemessenen Spannung lädt oder entlädt.
- Die Überlastvermeidung verhindert die Überlastung von Leitungen und Transformatoren, indem sie die Batterie abhängig von der gemessenen Auslastung lädt oder entlädt.
- Der Regler kann Speichern im Netz-Editor oder über eine Netzverstärkung zugewiesen werden.
TIP
Über den Name wird der Regler aus der Bibliothek automatisch den Speichern im Netz zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryStorageControllerName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Blindleistung
Hier definieren Sie die spannungsabhängige Blindleistungskennlinie von Lasten und Erzeugern. Die Blindleistung lässt sich als

INFO
- Die Werte gelten im Verbraucherzählpfeilsystem. Mehr dazu unter Vorzeichenkonvention.
- Die spannungsabhängige Blindleistungskennlinie dient dazu, die durch zusätzliche Lasten oder Erzeuger verursachte Spannungsänderung auszugleichen.
- Die Kennlinie kann Lasten und Erzeugern im Netz-Editor oder über eine Netzverstärkung zugewiesen werden.
TIP
Über den Name wird die Kennlinie aus der Bibliothek automatisch den Lasten und Erzeugern im Netz zugeordnet, und zwar über deren Attribut LibraryCharacteristicName. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
Referenzprofile
Referenzprofile sind Zeitreihenprofile, die mit Lasten und Erzeugern verwendet werden können.
Profile lassen sich als CSV- oder TXT-Datei hochladen. Das erwartete Format:
- ein Wert pro Zeile
- UTF-8-kodiert
- Beispiel: reference-profile.txt
Startzeit, Abtastzeit und die Länge der Daten in der Datei bestimmen die Länge der Zeitreihe. Bei einer Abtastzeit von 900 Sekunden (15 Minuten) decken 4 Zeilen eine Stunde ab.

INFO
- Referenzprofile lassen sich als Zeitreihenverhalten von Lasten und Erzeugern oder als Ersatzverhalten für nicht gemessene Lasten und Erzeuger in den Einstellungen der Simulation verwenden.
TIP
Über den Name wird das Profil aus der Bibliothek automatisch den Lasten und Erzeugern im Netz zugeordnet, und zwar über deren Attribut TimeSeriesBehavior. Mehr dazu unter Elektrische Komponenten und Datenintegration.
R.L. Burden, J.D. Faires, Numerical Analysis, 4th Ed., 1989, PWS-Kent, ISBN 0-53491-585-X, pp 126-131 ↩︎